Datenbank

Druckerspooler

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MD-Spooler wurde entwickelt, um die Belastung eines langen Druckauftrages vom lokalen Arbeitsplatz auf einen speziell dafür vorgesehenen "Druckserver" auszulagern. Die Installation erfolgt entweder auf einem bestehenden Arbeitsplatz (Start von MD-Premium.NET mit dem Programmstartparameter "/PRINTSERVER") oder auf einem beliebigen Server als Dienst. Anstehende oder periodische Druckaufträge sind im Userinterface von MD-Premium.NET über dem Menüpunkt "Systemdaten/Druckaufträge" ersichtlich und verwaltbar.

 

Um im Druckerauswahldialog den Belegdruck in den Druckerspooler schicken zu können, muss als Ausgabedrucker ein logischer Drucker ausgewählt sein. Wird der Druckvorgang durch Betätigung des Buttons "Spooler" ausgelöst, erfolgt ein Eintrag in der Spoolertabelle und die Abarbeitung erfolgt durch den im System angemeldeten Druckserver. Beachten Sie bitte in diesem Zusammenhang auch die besondere Behandlung von Auftragsbelegen.

 

Ein Sammelrechnungsdruck mit z.B. über 500 Seiten würde eine Arbeitsstation für einige Minuten blockieren. Indem der Benutzer seinen Druckauftrag an den Druckerspooler schickt, tritt diese Blockierung am lokalen Arbeitsplatz nicht mehr auf und ein sofortiges Weiterarbeiten wird ermöglicht. Die eigentliche Ausführung des Druckauftrages erfolgt durch den Druckserver.

 

hmtoggle_plus1Funktionsbeschreibung

Wird über MD-Spooler gedruckt, erfolgt ein Eintrag in der Tabelle PRSPL. Vorausgesetzt der Druckserver läuft, reagiert dieser auf die Änderung in der Datenbank, prüft die Notwendigkeit der Durchführung einer Bearbeitung und startet diese gegebenenfalls. Bei erfolgreicher Abarbeitung des Druckauftrages wird der entsprechende Eintrag aus der Datenbanktabelle gelöscht, falls es sich nicht um einen periodischen Auftrag handelt. Der Statuscode des Druckauftrags gibt dabei Aufschluss über dessen Zustand.

Ändern der Werte

Wird im Register "Warteschlange" ein Druckauftrag mit Doppelklick selektiert, werden die dazugehörigen Daten im Detailbereich angezeigt und die Werte wie Status, Priorität, Ausführungszeit oder Ausführungsperiode können geändert werden.

Parameter

Im Register "Parameter" sind die übergebenen Berichtsparameter dargestellt, die auch manuell übersteuerbar sind.

Einen neuen geplanten Auftrag erstellen

Erstellen Sie einen neuen Datensatz mit der Funktionstaste F5.

Wählen Sie einen Bericht und einen logischen Ausgabedrucker.

Definieren Sie die Ausführungsperiode und die notwendigen Berichtsparameter.

Setzen Sie den Status auf den gewünschten Wert.

Speichern Sie die Einstellungen.

 

hmtoggle_plus1Periodische Druckaufträge

Über das Eingabefeld MEMO_PERIODE, das nur ein Hilfsfeld darstellt und in der zugrundeliegenden Tabelle nicht existiert, wird die Ausführungsperiode eingestellt. Es stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

 

stündlich

täglich

wöchentlich

monatlich

vierteljährlich

jährlich

 

Im Register "Periode" werden je nach ausgewählter Möglichkeit die entsprechenden Zusatzdaten definiert.

Erstellen eines periodischen Druckauftrages

Ein periodischer Auftrag kann nicht manuell angelegt werden, da die manuelle Parametereingabe zu aufwändig wäre. Halten Sie daher die Druckwarteschlange an ("Hauptmenü/Einstellungen/Druckaufträge") und drucken den gewünschten Bericht. In der Druckwarteschlange erscheint dieser Bericht mit Status "warten" und die Periode inklusive Parameter kann nun einfach angepasst werden.

hmtoggle_plus1Wissenswertes

Folgendes ist bei der Verwendung von MD-Spooler zu beachten:

Allgemeine Hinweise

MD-Spooler belegt im Serverbetrieb pro Klient eine Benutzerlizenz.

Korrekte Erstellung des Berichts

Voraussetzung für die korrekte Ausgabe der Druckaufträge ist, dass sich der Druckserver zum Zeitpunkt der Erstellung des Druckauftrages in Bereitschaft befindet. Wenn ein Druckauftrag später ausgeführt wird, da der Spooler erst später gestartet wurde und z.B. der betroffene Auftrag inzwischen verändert wurde, so kann dies zu einer verwirrenden Ausgabe führen, da immer nur die aktuellen Daten der Datenbank für die Erstellung der Ausgabe des Druckauftrages herangezogen werden.

E-Mail Versand

Die Funktionalität des E-Mail-Versandes wird ausschließlich in Zusammenhang mit der Verwendung von Microsoft Office bzw. MS Exchange Server ab der Version 2007/1 garantiert.

Einrichtung

Bei der Anlage von logischen Druckern ist darauf zu achten, dass die Drucker und deren Einstellungen aus der Sichtweise des Rechners, auf dem MD-Spooler läuft, zu sehen sind. Hier ist besonders auf das Feld DEST_PATH zu achten. Daher wird empfohlen, dass der logische Drucker auf jenem Arbeitsplatz eingerichtet wird, der in weiterer Folge als Druckserver dient.

 

hmtoggle_plus1Installation als Dienst

Der Spooler wird durch den Dienst MultiData.Spooler.WinService.exe gestartet. Die Installation eines Dienstes weist den Vorteil auf, dass diese keine Benutzerlizenz verbraucht, permanent im Hintergrund laufen und auch mehrere Klienten bedienen kann.

 

Downloaden Sie die Datei MultiData.Spooler.WinService.zip.exe aus unserem Downloadbereich, Abschnitt "Allgemein" - Verzeichnis "Services".

Kopieren Sie diese Datei in ein beliebiges Verzeichnis, z.B. "c:\Programme\Mbab4".

Führen Sie das Programm aus und die Dateien werden im Verzeichnis "MultiData.Spooler.WinService" entpackt.

Benennen Sie die Dateien MultiData.Spooler.WinService.example.ini und Install.example.bat in MultiData.Spooler.WinService.ini und Install.bat um.

Passen Sie den Inhalt dieser Dateien wie folgt beschrieben an.

 

Registrieren Sie den Dienst mit dem Programm InstallUtil.exe mittels Install.bat und beachten Sie, dass bei der Installation von ".NET Framework 4" der Pfad "v2.0.50727" durch "v4.0.30319" zu ersetzen ist.

Installieren

C:\WINDOWS\Microsoft.NET\Framework\v2.0.50727\InstallUtil.exe C:\Programme\Mbab4\Spooler\MultiData.Spooler.WinService.exe

Deinstallieren

C:\WINDOWS\Microsoft.NET\Framework\v2.0.50727\InstallUtil.exe /u MultiData.Spooler.WinService.exe

 

Starten

Starten Sie den Dienst mit einem Domainenkonto, das auf die Berichtsdateien den entsprechenden Zugriff hat. Soll das Service auch Mails versenden, muss das Domainenkonto eine gültige Mailadresse besitzen und diese Mailadresse dem Benutzer zugewiesen sein, mit dessen ID die Anmeldung in MD-Premium.NET erfolgt.

 

Informationen und Fehlermeldungen zu dem Dienst werden in der lokalen Ereignisanzeige "MultiData" mit der Quelle "MdSpooler" abgelegt.

Das Ausführungskonto sollte daher auch das Recht besitzen, die Ereignisanzeige "MultiData" anzulegen.

 

Bei jeder Ausführung des Dienstes wird die Datei MultiData.Spooler.WinService.ini gelesen, die für jeden Klienten eine Zeile zu enthalten hat. Der Name der vorgegebenen Ini-Datei MultiData.Spooler.WinService.ini  kann durch den Commandlineparameter "/INI:" übersteuert werden,

 

/DB:MD /OWNER:MBAB4 /KLIENT:1 /USER:SPOOLER /PCD:c:\programme\mbab4

/DB:MD /OWNER:MBAB4 /KLIENT:2 /PCD:c:\programme\mbab4

/DB:MD /OWNER:MBAB4 /KLIENT:3 /PCD:c:\programme\mbab4

 

"/DB:", "/OWNER:", "/KLIENT:" und "/USER:" entsprechen den Standardstartparametern, die auch im normalen Userinterface zur Verfügung stehen.
Wird der Parameter "/USER:" nicht angegeben, erfolgt die Anmeldung mit der unter "/OWNER:" angegebenen Benutzer-ID.

Der Parameter "/PCD:" gibt den Pfad zur .pcd-Datei an, die das verschlüsselte Passwort des unter OWNER angegebenen Oracleusers enthält. Befindet sich die pcd-Datei im gleichen Verzeichnis wie der Dienst, kann die Angabe des Parameters entfallen.

Der Parameter /TRACE aktiviert die Protokollierung der Vorgänge in der Datei MultiData.Spooler.WinService.log.

Der Parameter /TERMINATE:HH:MI (HH:MI ist durch Stunde und Minute, z.B. 08:04 zu ersetzen) erzwingt die Terminierung des Dienstes zur angegebenen Uhrzeit.

Der Parameter "/MI:", der standardmäßig den Wert 1 besitzt, gibt an, nach wie vielen Minuten aktiv auf neue Druckjobs geprüft wird. Der Wert kann auch mit Nachkommastellen angegeben werden, wobei das Komma von den Systemeinstellungen abhängig ist. Eine aktive Überprüfung alle 6 Sekunden würde daher einem Wert von 0.1 entsprechen.

 

Im Vergleich zum Betrieb im Arbeitsplatzmodus hat der Dienst die Eigenschaft, dass fehlerhafte Druckjobs erneut verarbeitet werden. Erst nach 10 Fehlversuchen ist ein manueller Eingriff notwendig.

Mailversand

Der Versand von E-Mails funktioniert standardmäßig über das Webservice von MS Exchange Server, ab der Version 2007/1. Wird die Verwendung eines SMTP-Servers bevorzugt, ist im Benutzerstamm die Kennung "S" zu setzen und der Systemparameter für den SMTP-Server anzugeben. Beachten Sie dabei bitte die Information im Abschnitt "Starten" dieses Kapitels.

 

 

 

Weitere Themen:

Druckersteuerung

Belegdruck von Aufträgen
Anhalten des Druckerspoolers

Steuern der Druckaufträge

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