Datenbank

Stücklisten

Expand All Collapse All
SendSend Feedback PrintPrint

Im Artikelstamm im Register Stückliste können zu Artikeln beliebig viele Teileartikel zugeordnet werden. Derzeit werden im Standard der MD-Premium Software solche Stücklisten auf zweierlei Art und Weise verwendet. Wird beim ersten Speichern einer Stückliste ein manuelles Eingreifen zwecks Konfiguration gewünscht, stehen die beiden Systemparameter MDARTSET_DLG_VK und MDARTSET_DLG_PR zur Verfügung.

 

hmtoggle_plus1Allgemeines

Werden Sets in den Auftrag übernommen, stellt das Datenbankfeld "MDJOU_SID_SET" die Verbindung zum Sethauptartikel her. Alle Bestandteile der Stückliste weisen im Feld "MDJOU_SID_SET" den gleichen Wert auf, der durch das Feld SID des Hauptartikels festgelegt wird. Wird daher z.B. der Hauptartikel gelöscht, sind daher alle beteiligten Teilartikel von diesem Vorgang ebenfalls betroffen. Die Art des Artikels ist zusätzlich über das Feld ART_TYPE gekennzeichnet.

hmtoggle_plus1Produktionsset

Anlage von Sets

Für die Verwendung des Produktionstools in der MD-Premium Software ist zwingend die Anlage von Produktionssets notwendig. Die Definition eines Sets erfolgt einerseits im Artikelstamm durch Aktivierung der Checkbox "Produktionsset", womit der Hauptartikel eines Sets gekennzeichnet wird, andererseits im Artikelstamm - Register Stückliste, wo die einzelnen Komponenten eines Produktionssets dem Hauptartikel zugeordnet werden können. Eine weitere Möglichkeit ist die Definition von Set-in-Set Verschachtelungen, wobei einem Artikel, der bereits selbst Bestandteil einer Stückliste ist, wiederum eine eigene Stückliste zugeordnet werden kann. Voraussetzung dafür ist das Setzen des Rekursivkennzeichens (IS_REKURSIV) in der Stückliste. Ein solcherart gekennzeichneter Setbestandteil sollte im Artikelstamm selbst als Produktionsset gekennzeichnet sein und eine eigene Stückliste hinterlegt haben. Auf diese Weise ist es möglich, eine  Produktion stufenweise in der Software abzubilden. So kann z. B. der Artikel A in der Produktion aus den Komponenten - Artikel A1, A2 und A3 - zusammengefügt werden. Der Artikel A3 kann dabei wiederum selbst als Produktionsartikel gekennzeichnet sein und eine eigene Stückliste haben (z.B. B1 und B2). Die Software wird in weiterer Folge bei Auswahl des Hauptartikels A in einem Produktionsauftrag die Stückliste wie folgt aufschlüsseln:

 

Produkt A wird produziert aus folgenden Komponenten:

- A1



- A2



- A3


Artikel 3 wiederum besteht aus:


- B1



- B2

           

Berechnung der Einstandspreise

Im Zuge der Produktion geht der Hauptartikel A mit der Summe der Einstandspreise seiner Produktionskomponenten auf Lager, während die Einzelkomponenten mit demselben Einstandspreis vom Lager abgehen. Der Einstandpreis der Einzelkomponenten wird dabei wie folgt ermittelt: Bei erstmaliger Belegerstellung wird pro Komponente/Artikel der gleitende ESP vom Artikellager herangezogen. Dieser Einstandspreis wird erst mit der Erstellung des Produktionsbeleges aktualisiert, sofern sich in der Zwischenzeit am Artikelabgangslager diesbezüglich etwas geändert haben sollte. Weiters ist es auch möglich, sowohl bei den Abgangs- als auch dem Zugangsartikel mit Chargenzuordnung zu arbeiten, wobei jede Änderung des Chargen-ESPs in den ursprünglichen Zugangsbelegen, mit denen die Einzelkomponenten auf Lager gegangen sind, automatisch auch im Produktionsbeleg bei den bereits zugeordneten Chargen nachvollzogen wird.

hmtoggle_plus1Verkaufsset

Die Verwendung von Verkaufssets wird immer dann empfohlen, wenn ein nicht lagerführender Artikel mit einer Verknüpfung zu beliebig vielen lagerführenden Setbestandteilen in der MD-Premium Software im Verkauf verwaltet werden soll. Ein typisches Beispiel hierfü ist z. B. der Verkauf eines PC-Sets XY, das aus einzelnen variablen Artikel-Komponenten besteht (z. B. aus folgenden Artikeln: A = Rechner, B = Bildschirm, C = Tastatur, D = Maus, E = Drucker etc.). Die Definition eines Sets erfolgt einerseits im Artikelstamm durch Aktivierung der Checkbox "Verkaufsset", womit der Hauptartikel eines Sets gekennzeichnet wird, andererseits im Artikelstamm - Register Stückliste, wo die einzelnen Komponenten eines Verkauf-Sets dem Hauptartikel zugeordnet werden können. Eine weitere Möglichkeit ist die Definition von Set-in-Set Verschachtelungen, wobei einem Artikel, der bereits selbst Bestandteil einer Stückliste ist, wiederum eine eigene Stückliste zugeordnet werden kann. Voraussetzung dafür ist das Setzen des Rekursivkennzeichens (IS_REKURSIV) in der Stückliste. Ein solcherart gekennzeichneter Setbestandteil sollte im Artikelstamm selbst als Verkaufsset gekennzeichnet sein und eine eigene Stückliste hinterlegt haben. Mit dem Setzen von besonderen Kennungen im Artikelstamm wie auch in der Artikelstückliste können in weiterer Folge Programmautomatismen aktiviert werden, die nicht nur das Auflösen des Sets im Auftrag steuern, sondern auch beim Belegdruck später den Andruck eines Sets verwalten. So kann z. B. durch Vergabe der Kennung 'D' beim Hauptartikel erreicht werden, dass bei allen zugeordneten Komponenten des Sets automatisch ein kleines 'd' mit angelegt wird. Diese Kennung des Setbestanddteils bewirkt bei Verwendung der Standardreports in der MD-Premium Software, dass nur der Hauptartikel am Beleg angedruckt wird, während  der Andruck der Setbestandteile automatisch unterdrückt wird.

hmtoggle_plus1Manipulieren von Sets im Kundenauftrag

Ein bestehendes Verkaufsset im Kundenauftrag kann manuell durch das Speichern einer neuen Position, die mit der Kennung "s" versehen wird, erweitert werden. Die neu gespeicherte Position wird dann dem Sethauptartikel zugewiesen, der oberhalb des Artikels positioniert ist (Reihung is nach dem Feld POS_SORT). Da dies natürlich eine recht umständliche Vorgansweise darstellt solche Sets zu manipulieren, stellt MD-Premium.NET zwei Funktionen bereit, die mittels rechter Maustaste im Grid der Auftragspositionen des Kundenauftrages aufrufbar sind.

Auflösen von Sets

Markieren Sie dafür die Kopfposition des Sets im Grid der Auftragspositionen, betätigen die rechte Maustaste und führen den Befehl "Set auflösen" Image_SetSolve_16x16 aus. Die Kopfposition wird gelöscht und die Setbestandteile werden in normale Artikelpositionen konvertiert. Im Zuge dieser Konvertierung erfolgt eine erneute Preisermittlung und die Positionen werden mit den korrekten Verkaufs- und Einstandspreisen versehen.

Bilden von Sets

Für das manuelle Bilden von Sets sind zuerst die Artikelpositionen zu erfassen, die zusammenzufassenden Zeilen im Grid der Auftragspositionen zu markieren und anschließend ist der Befehl "Set bilden" Image_SetCreate_16x16 auszuführen, der mittels rechter Maustaste aufrufbar ist.  Von Beachten Sie dabei, dass der Menüpunkt nur dann aktiv ist, wenn mehr als eine Zeile ausgewählt wurde und keine der Positionen bereits einen Setbestandteil bildet. Bei der Durchführung dieses Vorganges wird automatisch ein neuer Artikel mit der Menge 1 eingefügt, dessen Artikel-ID aufgrund des Systemparameters MDJOU_ART_ID_SET bestimmt wird. Um den Preis für das Verkaufsset festzulegen, erscheint vor dem Anlegen der neuen Auftragsposition ein Dialog, der die Nettosumme der Teilartikel vorschlägt und ein Übersteuern des Preises für das Gesamtset ermöglicht. Danach werden die ausgewählten Artikel dem neuen Artikel zugeordnet und die Verkaufspreise gelöscht. Der Hauptartikel bekommt dabei die Positionsnummer des ersten ausgewählten Artikels zugewiesen und die Setbestandteile werden mit Positionssubnummern versehen. Damit ein eventueller Belegdruck nach Positionsnummer sortiert ist, wird gleichzeitig eine Sortierung nach Positionsnummer ausgeführt.

 

 

 

Weitere Themen:

Systemparameter zu Produktionsaufträgen

Einstandspreise

Artikel-Kennungen

Artikelstückliste-Kennungen

Auftragsanlage

Sortierung der Auftragspositionen

Textpositionen