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Begriffsdefinitionen

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Hier finden Sie eine Reihe von warenwirtschaftlichen Begriffen und deren Beschreibung wie sie in der MD-Premium.NET Software verwendet werden.

Einkaufspreis brutto

Warenbezugspreis ohne Berücksichtigung von Rabatten oder anderen Vergünstigungen.

Dokumentation: EKP_B

Einkaufspreis netto

Warenbezugspreis nach Abzug aller Rabatte. Dabei wird zuerst der EKP_B mit der Menge multipliziert, davon der Rabatt abgezogen und das Resultat auf zwei Nachkommastellen gerundet. Dieser Wert dient als Grundlage für die Berechnung einer eventuell anfallenden Umsatzsteuer.
Dokumentation: EKP

Einstandspreis

Einkaufspreis netto zuzüglich aller Kosten, die anfallen, um die Ware in das Lager zu verschaffen. Diese Zusatzkosten sind in den meisten Fällen Fracht- oder Zollkosten.
Dokumentation: ESP

Wareneinsatz

Wert der Ware zum Zeitpunkt der Auslieferung bzw. Rechnungslegung.

Dokumentation: HWE

Lagerwert

Der Lagerwert entspricht einem Konto des Artikels, auf dem die Einstandspreise der Warenzugänge positiv und der Wareneinsatz der Warenabgänge negativ gerechnet werden. Der Lagerwert des Artikels ist daher immer die Summe der Einstandspreise aller Warenzugänge abzüglich der Summe des Wareneinsatzes aller Lagerabgänge. Ergeben diese beiden Werte nicht die gleiche Summe, bleibt die Differenz am Lagerwert erhalten und wird in einer Inventur als Gesamtwert des Artikels (unabhängig von der Lagermenge) ausgegeben. Durch dieses System wird analog zur Buchhaltung ein transparentes und jederzeit nachvollziehbares Rechenmodell geschaffen.

Lagerwertwirksame Belege

Lagerwertwirksam sind nur jene Belege, die in der Belegdefinition die Checkbox "Lagerwert" aktiviert haben. In der Regel sind das die Ein- und Ausgangsrechnungen sowie Lagerumbuchungsbelege, Produktionsbelege, Inventurbelege. Daraus ergibt sich auch, dass z.B. Lieferanten- und Kundenlieferscheine nicht den Lagerwert und daher auch nicht den Inventurwert verändern.

Lagerstand und Inventurlagerstand

Am Artikelkonto wird sowohl der "Lagerstand" als auch der "Inventurlagerstand" geführt. "Lagerstand" entspricht den tatsächlich auf Lager befindlichen Mengen und "Inventurlagerstand" den mit Rechnung verbuchten Mengen. Dies ergibt den buchhalterisch wichtigen Unterschied, dass Kunden- und Lieferantenlieferscheine, die noch nicht als Rechnung verbucht wurden, im Lagerstand, jedoch nicht im Inventurlagerstand berücksichtigt sind.

Lagerstand Verfügbar1 und Verfügbar2

Der Lagerstand abzüglich der Kunden- und Produktionsauftragsreservierungen wird als V1 bezeichnet.

V1 plus der Lieferantenbestellungen und Produktionsaufträge wird als V2 bezeichnet.

Gleitender Einstandspreis

Nach jeder Veränderung des Lagerwertes oder des Inventurlagerbestandes wird der Lagerwert durch den Inventurlagerstand dividiert. Das Resultat ist der gleitende Einstandspreis. In einem System, das nur aus Warenzugängen besteht, würde dieser Wert daher dem durchschnittlichen Einstandspreis aller Zugänge entsprechen. Standardmäßig wird dieser Wert pro Artikellager gebildet. Ist ein gleitender Einstandspreis über mehrere Lager erwünscht, wird dies in in der Tabelle MDLAG über das Feld "ESP_CTRL" eingestellt. Im Userinterface ist dies über "Stammdaten/Lager" verfügbar.

Dokumentation: GESP